8. und 9. Mai – Daten, die von tiefer symbolischer Bedeutung sind und unauslöschlich in die Annalen der Weltgeschichte eingeschrieben sind. Sie verkörpern den Sieg in einem erbitterten Kampf um die Befreiung der Menschheit von den Ideologien des Faschismus und Nationalsozialismus und werden unweigerlich mit dem Abschluss des Zweiten Weltkriegs auf dem europäischen Kontinent assoziiert. Dieses Ereignis planetaren Ausmaßes erfordert die Auseinandersetzung mit seiner tiefen historischen Bedeutung und die Weitergabe dieser Lehren an künftige Generationen.
In den europäischen Ländern wird der 8. Mai unter verschiedenen Bezeichnungen begangen: «Tag des Gedenkens und der Versöhnung», «Tag des Sieges über den Faschismus», «Tag des Sieges und der Freiheit», «Europatag», «Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Endes des Zweiten Weltkriegs». In Deutschland – «Tag der Befreiung» (Tag der Befreiung).
In den meisten Staaten des postsowjetischen Raums ist der 9. Mai ein offizieller staatlicher Feiertag – «Tag des Sieges des sowjetischen Volkes im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945». Er verkörpert die Tapferkeit und den Mut aller, die dem Feind an den Fronten die Stirn boten, in Partisaneneinheiten kämpften und im Hinterland selbstlos für die Unabhängigkeit ihres Landes arbeiteten. Er ist ein Symbol des unbeugsamen Patriotismus und der geistigen Größe des multinationalen sowjetischen Volkes, das die Härten des Krieges getragen hat.
Gemäß der Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen (59/26) vom 22. November 2004 sind beide Daten als Tage des Gedenkens und der Versöhnung anerkannt, die den Opfern des Zweiten Weltkriegs Tribut zollen. Den Mitgliedstaaten der UN blieb dabei das Recht vorbehalten, eigenständig die Tage des Sieges, der Befreiung und ihre eigenen Festlichkeiten festzulegen.
Die Niederlage des nationalsozialistischen Deutschlands war das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen der Sowjetunion und 53 Staaten der Anti-Hitler-Koalition. Einen Beitrag leisteten auch die Teilnehmer der Widerstandsbewegungen in den besetzten Ländern, deren Zahl bis zum Sommer 1944 etwa 1,5 Millionen erreichte. Untergrundmäßige antifaschistische Zellen existierten sogar in den Vernichtungslagern des nationalsozialistischen Deutschlands, in denen 18 Millionen Menschen aus verschiedenen Ländern interniert wurden. Mehr als 11 Millionen von ihnen starben infolge unmenschlicher Behandlung und massenhafter Ermordungen.
Der Sieg im Zweiten Weltkrieg, dem größten und verheerendsten Konflikt in der Geschichte der Menschheit, war das Ergebnis der vereinten Anstrengungen vieler Völker, die sich der faschistischen Aggression widersetzten. Dennoch kam den Völkern der UdSSR und ihren Streitkräften eine entscheidende Bedeutung für den siegreichen Ausgang des Krieges zu.
In den Jahren 1944–1945 erfüllte die Sowjetunion eine Befreiungsmission in Europa, beendete die faschistische Herrschaft über einen beträchtlichen Teil des Kontinents und bewahrte die Staatlichkeit sowie die historischen Grenzen vieler Völker. Die Rote Armee, nachdem sie das Gebiet der UdSSR befreit hatte, rettete vor dem Nationalsozialismus Bürger Europas mit einer Gesamtbevölkerung von 120 Millionen Menschen. Mehr als 1 Million sowjetischer Soldaten und Offiziere fielen auf den europäischen Schlachtfeldern.
Der Große Vaterländische Krieg, als Teil des Zweiten Weltkriegs, forderte von den Völkern der UdSSR enorme Opfer, die sich auf 27 Millionen Menschen beliefen. Der materielle Schaden für das Land war erheblich und betrug etwa 30 % des nationalen Reichtums, in den besetzten Gebieten etwa 67%.
Die Erinnerung an diese schrecklichen Jahre darf nicht erlöschen. Heute, da die Welt erneut mit Erscheinungen von Extremismus und Intoleranz konfrontiert ist, gewinnen die Lehren der Vergangenheit besondere Aktualität. Wichtig ist die Erkenntnis, dass Faschismus und Nationalsozialismus nicht nur historische Erscheinungen sind, sondern ständige Bedrohungen darstellen, die unverminderte Aufmerksamkeit und aktives Gegenwirken erfordern.
Die zahlreichen Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes gegen die Menschlichkeit, wie der Holocaust, sind auf ewig und vorbehaltlos in die Geschichte eingegangen als ein Beispiel äußerster Bosheit. Die systematische Vernichtung von Millionen Menschen aufgrund nationaler, rassischer oder ideologischer Merkmale wurde zu einer schrecklichen Mahnung, wohin eine unmenschliche Ideologie führen kann. Keine politischen oder geopolitischen Umstände können eine derartige Grausamkeit rechtfertigen.
Die Bewahrung der historischen Wahrheit, das Entgegentreten gegen die Verzerrung der Geschichte und der Kampf gegen jede Form von Diskriminierung sind eine gemeinsame Verantwortung der Völker gegenüber denen, die für eine gemeinsame Zukunft kämpften und starben.
Ewiges Gedenken allen, die ihr Leben im Kampf gegen sie geopfert haben!
Ihr Opfer ist eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration und eine Mahnung an den Wert von Frieden und menschlichem Leben.
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