Am 15. April wurde der Plenarsaal der Akademie der Künste (Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte), deren Gebäude zu Recht als einzigartige Verbindung von eleganter Ästhetik und Multifunktionalität anerkannt ist, zum Veranstaltungsort des bereits zweiten offenen öffentlichen Forums – des „Tags der Demokratie und des Zusammenhalts“.
Die erste derartige Veranstaltung wurde am 15. Februar des vergangenen Jahres organisiert. Ihr Initiator war Walter Gauks, Beauftragter des Berliner Senats, der für die Angelegenheiten der Russlanddeutschen, Spätaussiedler und zwangsweise vertriebenen Personen zuständig ist. Von Anfang an verfolgte die Veranstaltung das Ziel, Vertreter verschiedener Sektoren zusammenzubringen: der Zivilgesellschaft, gemeinnütziger Organisationen sowie politischer und wirtschaftlicher Kreise. Sie sollte zu einer Plattform für Dialog, Meinungsaustausch und den Aufbau von Zusammenarbeit auf der Grundlage gemeinsamer Interessen werden.
Die Hauptaufgabe der Veranstaltung bestand darin, Aktivitäten zu beleuchten, die auf die Stärkung demokratischer Prinzipien, die aktive Einbindung der Bürger in das gesellschaftliche Leben und die Entwicklung der sozialen Integration in Berlin gerichtet sind. Besonderes Augenmerk wurde auf die Darstellung des Beitrags der Russlanddeutschen, Spätaussiedler und Vertriebenen zur Entwicklung demokratischer Grundlagen und auf ihre aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben gelegt.

Darüber hinaus wurde das Ziel verfolgt, Fragen der weiteren Einbindung dieser Bevölkerungsgruppen in das öffentliche, kulturelle und politische Leben Berlins konkret zu erörtern. Dabei wurde die Notwendigkeit berücksichtigt, ihnen einen gleichberechtigten Zugang zu sozialen Dienstleistungen zu gewährleisten, gleiche Chancen für ältere Menschen zu schaffen und faire Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt zu gestalten, einschließlich der Anerkennung beruflicher Qualifikationen. Dies setzt ihre vollständige rechtliche und soziale Anerkennung voraus.
Bemerkenswert ist das Leitmotiv des „Tags der Demokratie und des Zusammenhalts“ 2026: „Starke Stimmen“. Hier sind bestimmte Erläuterungen erforderlich. Für Deutschland trägt dieser Ausdruck im übertragenen Sinne eine besondere begriffliche Bedeutung. Er steht für gesellschaftliche Aktivisten, Freiwillige, einzelne Bürgergruppen, Vereinigungen und Organisationen, die aktiv an der Entwicklung und Umsetzung verschiedenster Initiativen und Projekte beteiligt sind, die auf die praktische Verwirklichung bestehender demokratischer Rechte und Möglichkeiten sowie auf die Einbindung der Bürger und ihre konkrete Teilnahme am gesellschaftlichen Leben gerichtet sind.
In diesem Jahr wurde die organisatorische Vorbereitung und Durchführung des „Tags der Demokratie und des Zusammenhalts“ von der Organisation Evropa e.V. übernommen. Dies wurde durch ein offizielles Angebot an die Organisation seitens des Koordinierungsbüros des Beauftragten des Berliner Senats für die Angelegenheiten der Russlanddeutschen, Spätaussiedler und zwangsweise vertriebenen Personen ermöglicht. Dabei basierte das Konzept der Veranstaltung auf Zielsetzungen, die zuvor sorgfältig in diesem Büro ausgearbeitet worden waren.
An der Veranstaltung, die dem „Tag der Demokratie und des Zusammenhalts“ gewidmet war, nahmen Vertreter der legislativen und exekutiven Gewalt des Bundeslandes Berlin, der Bezirksverwaltungen der Hauptstadt, der Geistlichkeit, von öffentlichen Organisationen, Vereinigungen der Russlanddeutschen sowie einer Reihe von Behörden und Institutionen teil.

An die Teilnehmer des Forums wandten sich der Regierende Bürgermeister von Berlin und Ministerpräsident des Bundeslandes Berlin Kai Wegner sowie die Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung Cansel Kızıltepe. Dies zeugt anschaulich vom Interesse der Berliner Behörden und zahlreicher Ämter und Organisationen an der Anerkennung der bedeutenden Rolle der Russlanddeutschen, Spätaussiedler und zwangsweise vertriebenen Personen im Leben der deutschen Gesellschaft sowie von ihrer offensichtlichen Bereitschaft zu einem konstruktiven, würdigen und respektvollen Dialog mit ihnen.
Zweifellos waren die emotional bewegendsten Momente für viele der Anwesenden bei der Veranstaltung:
die Zeremonie der Ehrung und Auszeichnung von Freiwilligen und Aktivisten öffentlicher Organisationen, Vereinigungen und Gesellschaften (hier sind sie – die „Starken Stimmen“!);
die Präsentation des Films „Zwei Jahre Kommunikation mit Russlanddeutschen, Spätaussiedlern und zwangsweise vertriebenen Personen“ (über die Arbeit von W. Gauks in seiner Funktion als Beauftragter des Berliner Senats für diese Bevölkerungsgruppen);
die lebhaften und einprägsamen Auftritte von Künstlern und kreativen Kollektiven.
Der „Tag der Demokratie und des Zusammenhalts“ 2026 in Berlin hat unmissverständlich die Bedeutung von Vertrauen und Zusammenhalt für den gesellschaftlichen Konsens und die Entwicklung der Gesellschaft hervorgehoben und wurde erneut zu einem Impuls für die weitere Arbeit in dieser Richtung.












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